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Morgel und die eitle Albasol – Ein Weihnachtsmärchen (Teil 6)

Eine uralte Zaubertanne wird aus dem Morgelwald geraubt. Die Bewohner des Waldes sind wie vom Blitz getroffen, als sie den Verlust bemerken. Doch das Schlimmste daran ist, dass nun der Zauberbann zum Schutz der Wurzelhöhle des Waldkoboldes Morgel gebrochen ist. Rasch ist sich die Gemeinschaft am Komstkochsteich darüber einig, dass die Zaubertanne wieder herbeigeschafft werden muss. Egal wie! Doch wohin ist die Tanne verschleppt worden und warum eigentlich, fragen sich die Pflanzen und Tiere des Waldes.
Der Autor hat diese Geschichte zusätzlich mit drei märchenhaften Schattenrissen illustriert.

Morgel und die eitle Albasol (Ein Weihnachtsmärchen)Morgel und die eitle Albasol – Ein Weihnachtsmärchen
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Leseprobe:

Morgel und die eitle Albasol
Es ist Winter geworden. Schnee ist gefallen. Die Bäume und Sträucher ringsumher sehen aus, als wären sie mit Puderzucker bestreut. Der Komstkochsteich ist von einer dicken Eisdecke bedeckt, auf der die Menschenkinder tagsüber und die Tiere des Waldes des Nachts Schlittschuhlaufen. Allerorts knistert, knackt und knarrt es vor Kälte. Das Leben scheint stillzustehen und es ist, als sei eine wundersame Ruhe eingekehrt.
Hin und wieder stapfen ein Fuchs, ein Reh, eine Rotte Wildschweine oder auch mal ein Waldhase durch den Schnee und suchen nach Essbarem. Die meisten Tiere haben sich, wie jedes Jahr, zur Winterruhe in ihre Behausungen zurückgezogen und zehren dort von ihren Futtervorräten.

Die beiden Weißtannen, die mit ihrem Zauber den Blick auf die Wurzelhöhle verhindern, sind von oben bis unten mit der weißen Pracht überzogen. Ihre Äste und Zweige stöhnen unter der schweren Last. Jedoch lassen sie sich dies nicht anmerken, denn die beiden sind stolz darauf, hier im Wald die ältesten, größten und schönsten Zaubertannen zu sein.
Die eine Zaubertanne trägt den Namen Albasol, da sie sich mehr der Sonne verbunden fühlt. Die andere mehr dem Mond. Daher nennt man sie Albamon.
Ihre Wurzeln reichen tief in den Waldboden hinein, bis hinunter zu den Kalksteinschichten, die einst die Thüringer Berge formten. Über ihre Wurzeläste sind die beiden Bäume seit Jahrhunderten inniglich miteinander verbunden. Die eine Weißtanne kann ohne die andere nicht sein.

Kapitel 1: Albasols Unheil naht

Wie jede Nacht macht es sich Schröder, der Waldkauz, im dichten Geäst Albasols bequem. Von dort aus hält er Ausschau und wacht über den umliegenden Wald.
Just in diesem Abend überkommt ihn eine sonderbare Müdigkeit und er döst fortwährend ein.
Plötzlich rumpelt es und der ganze Baum erzittert. Alte verdorrte Äste und Zweige brechen und treffen Schröder an dessen rechten Flügel. Nur mit Mühe kann er sich aus dem Geäst befreien und fliegt mit weit ausgebreiteten Schwingen hoch hinauf in den Nachthimmel, um zu schauen, was da Unheimliches geschieht.

Ein riesiges, dröhnendes Ungetüm macht sich am Stamm von Albasol zu schaffen. Für Schröder sieht es so aus, als würde sich ein eiserner Riesenkrake mit seinen Fangarmen um den Baum schlängeln. Dann hört er ein kurzes, ohrenbetäubendes Surren und schon neigt sich die Zaubertanne und gleitet sanft zur Erde. Vier dunkle Gestalten wuseln wie Ameisen um den am Boden liegenden Stamm herum und verschnüren die großen herabhängenden Äste mit einem Drahtgeflecht. Dann rollt der Krake mit dem Baum aus dem Wald.

Schröder ist wie vom Schlag getroffen. Er wischt sich die Augen. Träume ich, fragt er sich. Nur langsam begreift der Waldkauz, was da eben geschah. Die Männer können die stummen Schreie der Tanne nicht hören. Für Schröder sind sie dafür umso lauter. Albasol durchlebt gerade Höllenqualen.

Auch Albamon bekommt das Wehklagen und die Schreie seiner geliebten Albasol mit. Nur zu gern wäre er jetzt samt Wurzelwerk aus dem Boden gefahren und hätte dieses sonderbare Ungetüm unter sich zermalmt. Aber das war nicht möglich, denn der Baum ist fest mit der Erde verwachsen. Albamon konnte nur untätig, aber sehr erzürnt und wütend zuschauen.

Fortsetzung im eBook

Weitere Kapitel:

  • Albasol auf dem Weihnachtsmarkt
  • Albasol packt die Eitelkeit
  • Albasols Rettung

Ob Morgel sein Zauberbuch wiederfindet, was aus dem riesigen Müllberg wird, den die Tierkinder zusammentrugen und wo dieses ominöse Drachenblut herkam, erfährst Du in einer der nächsten Geschichten, die sicher irgendwann einmal auch für Dich hier erzählt wird. Bleib voller Neugier!

Morgelgeschichte 6 - Morgel und die eitle Albasol

Produktdetails:

Autor & Illustrator: Jens K. Carl
Titel: Morgel und die eitle Albasol (Ein Weihnachtsmärchen)
Reihe: Morgelgeschichten, Teil 6
ISBN ePub: 978-3-948777-11-1
ISBN Mobi: 978-3-948777-12-8
ASIN Mobi: B08D7191SQ
Altersempfehlung: ab 3 Jahre
Erscheinungsdatum: 16. Juli 2020
Seitenzahl: 21 Normseiten (ca. 32 E-Book-Seiten)
Illustrationen: 3 Schwarz-Weiß-Schattenrisse
E-Book Formate: ePub oder Mobi
Kopierschutz: nein
Dateigröße: 456 KB ePub oder 1.206 KB Mobi
Verlag: Edition Märchenhaftes Thüringen

Morgel und die eitle Albasol (Ein Weihnachtsmärchen)

Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich (Teil 1)

Das Rehkitz muss sich kugeln vor Lachen, als es auf den Waldkobold Munk Orgu-Telas trifft, welcher gerade in den Teich platscht. Die beiden freunden sich an und der Kobold lädt das Rehkitz in seine geheimnisvolle Wurzelhöhle ein, in der eine Reihe verschiedenartiger Waldtiere und Haustiere zusammen leben. Das Kitz und dessen Mutter sind sehr froh darüber, nach einer beschwerlichen und gefährlichen Reise durch den dunklen Thüringer Wald ein ruhiges und sicheres Plätzchen für sich gefunden zu haben. Mit Freude werden die beiden zum guten Schluss von den Bewohnern des Morgelwaldes in diese eingeschworene Gemeinschaft am Komstkochsteich aufgenommen.
Der Autor hat diese Geschichte zusätzlich mit drei märchenhaften Schattenrissen illustriert.

Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich
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Leseprobe:

Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich
Kapitel 1: Eine unerwartete Begegnung

Ein kalter Frühsommermorgen. Nebelschleier steigen über dem Komstkochsteich auf. Die ersten Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg durch den dichten Wald und zeichnen drollige Figuren auf das Wasser. Es riecht nach modrigem, nassem Holz. Die Vöglein zwitschern munter durcheinander und die Frösche quaken lauthals um die Wette.

Wie aus dem Nichts ist auf einmal Gesang und lustiges Pfeifen zu hören. Es wird immer lauter und lauter. Ein halbwüchsiges Männlein mit kurzer Badehose und spitzem Hut kommt aus dem dichten Wald daher gelaufen. Über seiner Schulter hängt ein großes Badetuch. Wie an jedem Morgen ist es zum Teich unterwegs, um seine Bahnen darin zu ziehen. In seiner Hand hält es ein kurzes Stöckchen. Es ist sein Zauberstab. Immer dann, wenn es barfüßig auf einen trockenen Ast oder einen Baumzapfen tritt, wird sein lustiges Trällern durch ein Grummeln und einem lauten Aua unterbrochen.

Das Männlein ist ein Waldkobold und er nennt sich Munk Orgu-Telas. Munk lebt hier schon seit vielen hundert Jahren in der Nähe der Hohen Wurzel.

Gut gelaunt am Ufer angekommen, ist jählings ein Stöhnen und Gluckern zu hören. Munk ist auf dem feuchten Matsch ausgerutscht und an der schmalen Uferböschung ins Wasser geplatscht. Nur sein spitzer Hut schaut noch heraus.
Pitschnass und von oben bis unten mit Teichpflanzen und Schlamm bedeckt, schimpft der Kobold laut vor sich hin: »Autsch mein Po! … Eyers-maners-duers, noch einmal! Ist das glatt hier … so ein Schlamassel. Bäh! … Nanu, wo ist denn mein Zauberstab hingeflogen? … Ich muss gleich nach ihm suchen!«

Unterdes taucht auf der anderen Seite des Teiches ein kleines, zierliches Rehkitz auf. Beim Fangenspielen mit einem hübschen, bunten Schmetterling hat es sich hierher verlaufen und seine Mutter aus den Augen verloren. Und wie das eben manchmal so ist, hat das Kitz vor lauter Rennen und Rumtollen ganz vergessen, dass es sich eigentlich nicht von seiner Mutter entfernen soll.

Das Rehkitz muss lauthals lachen und wälzt sich vor Freude am Boden umher, als es das Männlein im hohen Bogen ins Wasser platschen sieht.
»Was gibt es denn da zu feixen? Der muss aufpassen, dass ich ihm nicht die Ohren langziehe!«, schimpft Munk vor sich hin, während er im Dickicht nach seinem Zauberstab sucht. »Ah! Da ist er ja!«
»Du bist so schmuddelig«, ruft das Rehkitz dem Kobold zu. »Wie du da so reingeplumpst bist. Das sah schon schreiend komisch aus.«
»Wer bist du denn? Ich habe dich hier noch nie gesehen. Wie heißt du?«, möchte Munk wissen.
»Wer? Wie? Was? Ich?«, schaut sich das Rehkitz fragend um. »Was meinst du damit: Wie heißt du?«
»Ob du einen Namen hast, möchte ich gern wissen. … Mein Name lautet Munk Orgu-Telas und ich bin ein Waldkobold!«
Das Kitz verdreht die Augen: »Echt? Munkor … was? Das kann ich gar nicht aussprechen. Also, meine Mutti nennt mich immer Rehkitz.«
»Wie einfallsreich! Rehkitz«, schmunzelt Munk. »Dann heißt deine Mutter wohl Rehricke?«
»Nein! Mutti heißt Gertrud«, erwidert das Kitz forsch.
»Du bist ja drollig. Wo kommt ihr noch mal her?«
»Och, keine Ahnung. Wir sind schon sehr weit gelaufen. Tag ein, Tag aus. Mir tun schon richtig die Beine weh. Mutti sagt immer, wir müssen für uns ein sicheres Plätzchen suchen. Was auch immer das bedeuten mag«, antwortet das Rehkitz.
»Ganz einfach. Das bedeutet, deine Mutter macht sich große Sorgen und wünscht sich nichts Sehnlicheres, dich an einem sicheren Ort aufwachsen zu sehen.«
»Ist das was Gutes?«, möchte das Kitz wissen.
»Klar ist das was Gutes. Das will doch jeder«, antwortet Munk. »So, nun will ich erst einmal ein paar Runden schwimmen.«

Das kleine Kitz schaut dem Kobold mit seinen großen, braunen Knopfaugen eine Weile nach und wartet ab, bis dieser wieder an ihm vorüberschwimmt und fragt: »Wo sind wir hier eigentlich?«
»Wir sind hier am Komstkochsteich und der kleine Bach dort drüben heißt Badewasser«, antwortet Munk.
»Badewasser? Weil du darin badest?«, feixt das Kitz.
»Pipifax! Du kannst einem aber auch richtig Löcher in den Bauch fragen«, gluckst Munk vor sich hin, denn beim Reden schwappt ihm jedes Mal ein Schluck Wasser in den Mund. »Nun geh weiter! Lass mich in Ruhe meine Bahnen ziehen.«

Nach kurzer Zeit meldet sich das Rehkitz wieder zu Wort: »Also, jetzt sage ich dir mal was. Du brauchst einen lustigeren Namen. Vor allem einen, den auch ich mir merken kann.«

Fortsetzung im eBook

Weitere Kapitel:

  • Eine zauberhafte Wurzelhöhle
  • Die Gemeinschaft wächst

Was die Ricke Gertrud und ihr Rehkitz auf ihrer langen Reise durch das Thüringer Land erlebt haben, was es mit der geheimnisvollen zweiten Tür in der Wurzelhöhle auf sich hat, ob Morgel jemals seinen Wolfshund Banjo wieder trifft und warum Morgel diese Tonscherben sammelt, erfährst Du in einer der nächsten Geschichten, die sicher irgendwann einmal auch für Dich hier erzählt werden. Bleib voller Neugier!

Morgelgeschichte 1 - Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich

Produktdetails:

Autor & Illustrator: Jens K. Carl
Titel: Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich
Reihe: Morgelgeschichten, Teil 1
ISBN ePub: 978-3-948777-01-2
ISBN Mobi: 978-3-948777-02-9
ASIN Mobi: B0867FFLMZ
Altersempfehlung: ab 3 Jahre
Erscheinungsdatum: 19. März 2020
Seitenzahl: 23 Normseiten (36 E-Book-Seiten)
Illustrationen: 3 Schwarz-Weiss-Schnitte
eBook Formate: ePub oder Mobi
Kopierschutz: nein
Dateigröße: 512 KB ePub oder 1.206 KB Mobi
Verlag: Edition Märchenhaftes Thüringen

Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich

Die Morgelgeschichten

Die Morgelgeschichten - Die Abenteuer des Waldkoboldes Morgel und seiner Freunde von Jens K. Carl
Morgelgeschichten

  1. Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich
  2. Morgel und die Abenteuer in der Waldschule
  3. Morgel und die Waldfee
  4. Morgel und der Schatz im Komstkochsteich
  5. Morgel und der kleine Zirkusbär
  6. Morgel und die eitle Albasol (Ein Weihnachtsmärchen)
  7. Morgel und die Riesenameise

Weitere Geschichten folgen…

  • Morgel und die Abenteuer mit der Huschi-Husch
  • Morgel und das verlotterte Märchenschloss
  • Morgel und die Abenteuer im U-Boot
  • Morgel und der Esel aus Samarkand
  • Morgel und das große Feuer
  • Morgel und der Möchtegernzauberer

Weitere Geschichten sind in Vorbereitung. Lass Dich überraschen!

Finstere Wälder, verwunschene Orte, geheimnisvolle Teiche, sonderbare Wesen. All das begegnet Dir im Morgelwald. Eine sagenumwobene und märchenhafte Welt am Rande des nördlichen Thüringer Waldes.
Tauche ein, in die fantastischen Morgelgeschichten und erfahre mehr über die Abenteuer und den Alltag des Waldkoboldes Munk Orgu-Telas, auch Morgel genannt, und seiner Freunde. Die Geschichten beschreiben auch das Zusammenleben mit den Menschen, die sich im Laufe der Zeit in den Ortschaften rund um den Komstkochsteich angesiedelt haben und nun hier zu Hause sind.

Schon seit vielen hundert Jahren lebt die Gemeinschaft aus Kobolden, Feen, Tieren und Pflanzen, aber auch aus wenigen vertrauten Menschen, rund um die Hohe Wurzel, welche oberhalb des malerisch gelegenen Komstkochsteiches liegt. Zusammen sorgen sie in Wald und Flur zwischen Kahle Hardt, Finstere Tanne, Ölberg und Lauchaer Höhe für Ruhe, Ordnung und so manche rätselhafte Stimmung.

Innerhalb dieser glücklichen Gemeinschaft, scheint die Zeit stillzustehen, denn allen zur Gruppe gehörenden Tieren und Pflanzen ist ewiges Leben beschieden. Dieser besondere Umstand ändert sich nur, wenn man die Gemeinschaft am Komstkochsteich und somit das Thüringer Land verlässt. Derjenige erlangt dann seine Sterblichkeit zurück und darf nie dorthin zurückkehren.

Die Wenigsten haben allerdings einen Grund fortzugehen, denn das Leben hier am Teich ist das Allerschönste auf der Welt. Alle sind glücklich und zufrieden. Die Gemeinschaft ist füreinander da und bietet Sicherheit und Geborgenheit.

Immer wieder kommen neue Mitglieder zur Truppe hinzu. Egal, ob es ein niedlicher Hundewelpe ist, der von den Menschen ausgesetzt worden war oder ein kleiner Zirkusbär, der aus seiner Gefangenschaft fliehen konnte. Jeder ist herzlich willkommen und wird letztendlich in die Gemeinschaft aufgenommen. Eines Tages sogar ein Menschenkind.