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Morgel und der kleine Zirkusbär (Teil 5)

Diese Geschichte erzählt von einem jungen Bären namens Dinco, welcher im Zirkus geboren wurde und von klein auf zusammen mit Dana, seiner Bärenmutter, in der Manege auftreten muss. Eines Tages verunglückt der Zirkuskonvoi während eines schweren Unwetters auf der Autobahn. Der Bärenkäfig zerbirst. Dinco kommt verwundet frei, doch Dana überlebt den Unfall nicht. Alleingelassen und geplagt von Durst und Hunger verirrt sich der kleine Bär ins Morgelland. Die wundersame Begegnung mit einem Fuchs rettet sein Leben und bewahrt ihn vor einer erneuten Gefangenschaft.
Der Autor hat diese Geschichte zusätzlich mit drei märchenhaften Schattenrissen illustriert.

Morgel und der Schatz im KomstkochsteichMorgel und der kleine Zirkusbär
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Rezensionen:

Leseprobe:

Morgel und der kleine Zirkusbär
Eines schönen Tages schlug auf einem Festplatz unterhalb der Wartburg ein kleiner Familienzirkus für ganze drei Tage sein Zelt auf. Viele Schaulustige waren zu den Vorführungen gekommen: Mütter und Väter mit ihren Kindern, deren Großeltern, Tanten und Onkels, Cousinen und Cousins.

Am heutigen Abend wird die Schlussvorstellung stattfinden. Das Zirkuszelt ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Draußen prasselt derweil Regen in Bindfäden auf das Zeltdach hernieder. Es stürmt und die Zeltmasten schwanken bedrohlich hin und her.

Die Artisten und Tiere geben mal wieder alles. Zu sehen ist ein bunter Clown mit einem in die Jahre gekommenen Esel, die zusammen allerhand Quatsch machen. Dann treten noch ein Jongleur mit Feuerfackeln, zwei junge Pferde, die ständig im Kreis herumlaufen, eine Familie aus Hochseilartisten und zum guten Schluss eine Bärin mit ihrem niedlichen Sohn auf.

Der kleine Zirkusbär Dinco und dessen Mutter Dana sind die Hauptattraktion in der Manege. Beide jonglieren mit großen Gummibällen, balancieren auf dem Schwebebalken umher und fahren auf dem Einrad im Kreis herum. Zum Schluss springt der junge Bär noch durch einen brennenden Hula-Hoop-Reifen, der ihm vom Zirkusdirektor hingehalten wird.

Dana ist von den täglichen Anstrengungen in der Manege erschöpft und vom Leben im Zirkus gezeichnet. Am liebsten hätte sie aufgegeben, denn sie ist alt und krank. Sie hat bereits viele graue Haare bekommen. Seit dem Unfall des Bärenvaters vor knapp einem Jahr fühlt sie sich sehr einsam. Aber sie muss durchhalten, um ihren Sohn Dinco zu behüten.

Kapitel 1: Dincos unheilsamer Verlust

Auch der Zirkus selbst ist in die Jahre gekommen. Die Zeltplane ist löchrig. Die Zugmaschinen, die Wohnwagen der Zirkusfamilien und die beiden Materialwagen, auf denen auch die Käfige der Tiere stehen, sind alt und klapprig. Die Fahrgestelle knacken, das Profil der Reifen ist abgenutzt und die Achsen und Bremsen quietschen beim Fahren.

Noch am selben Abend, gleich nach der letzten Vorstellung, wird das Zelt abgebaut und auf den Hängern verstaut. Es geht hektisch zu und laut. Zum Schlafen bleibt kaum Zeit für die Zirkusleute. Auch Dana und Dinco bekommen in dieser Nacht kein Auge zu.

Gleich nach Sonnenaufgang setzt sich der Tross in Bewegung. Die nächste Vorstellung soll bereits am Abend auf dem Waltershäuser Rummelplatz stattfinden.
Die Lastzüge sind wie immer viel zu schnell unterwegs auf der Autobahn. Es regnet nach wie vor in Strömen und die Scheibenwischer schaffen es kaum, die Sicht auf die Straße freizuhalten. Der Wind bläst ohne Unterlass. Die Hänger schaukeln hin und her.
Doch plötzlich bricht eine Achse. Der letzte Anhänger strauchelt und bringt den gesamten Konvoi zum Schlingern. Dann kippt er um und bleibt kurz vor der Waltershäuser Abfahrt liegen. Auf der Fahrbahn und im Straßengraben purzeln Stangen, Planen und auch der Bärenkäfig umher.

Als Dinco nach dem Sturz zur Besinnung kommt, ist es stockdunkel um ihn herum. Totenstille herrscht. Nur das leise Prasseln des Regens auf der völlig durchlöcherten Anhängerplane ist zu hören. Hin und wieder hellt in der Ferne ein Blitz den Himmel auf.
Dinco rüttelt an seiner Mutter und ruft: »Mutti, Mutti, wach auf!«
Doch sie antwortet nicht. Dana hat sich schwer verletzt. So sehr, dass sie im Sterben liegt. Mit letzter Kraft ermuntert sie ihren Sohn, zu fliehen: »Lauf Dinco, lauf! Verstecke dich. Geh los und sei frei.« Danach schließt sie für immer ihre Augen.

Fortsetzung im eBook

Weitere Kapitel:

  • Dincos irrsamer Weg durchs Land
  • Dincos wundersame Begegnung
  • Dincos heilsame Rettung

Welche Abenteuer Dinco noch bestehen muss, ob er innerhalb der Gemeinschaft um den Kobold Morgel seinen Platz findet und aus welcher schlimmen, misslichen Lage der Doktor den Kobold seinerzeit befreit hat, sind weitere Geschichten, die sicher irgendwann einmal auch für Dich hier erzählt werden.

Morgelgeschichte 5 - Morgel und der kleine Zirkusbär

Produktdetails:

Autor & Illustrator: Jens K. Carl
Titel: Morgel und der kleine Zirkusbär
Reihe: Morgelgeschichten, Teil 5
ISBN ePub: 978-3-948777-09-8
ISBN Mobi: 978-3-948777-10-4
ASIN Mobi: B08C59LGWN
Altersempfehlung: ab 3 Jahre
Erscheinungsdatum: 01. Juli 2020
Seitenzahl: 19 Normseiten (ca. 30 E-Book-Seiten)
Illustrationen: 3 Schwarz-Weiß-Schattenrisse
E-Book Formate: ePub oder Mobi
Kopierschutz: nein
Dateigröße: 450 KB ePub oder 1.122 KB Mobi
Verlag: Edition Märchenhaftes Thüringen

Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich