
„Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich“ ist der Auftakt zu einer märchenhaften Reise in die tiefen Wälder Thüringens, wo Nebel über dem Wasser tanzen und die Bäume flüstern, wenn man genau hinhört. An einem kühlen Frühsommermorgen, als die ersten Sonnenstrahlen den Komstkochsteich in goldenes Licht tauchen, begegnen wir einem ungewöhnlichen Wesen: einem Waldkobold mit spitzem Hut, Zauberstab und einem Hang zu morgendlichen Schwimmrunden – Munk Orgu-Telas, der bald einen neuen Namen erhalten soll.
Doch dieser Tag ist anders. Ein kleines Rehkitz, verspielt und neugierig, hat sich beim Fangenspielen mit einem Schmetterling verirrt und stolpert mitten hinein in die Welt des Kobolds. Was als komische Begegnung beginnt – mit einem nassen Platschen und viel Gelächter – entwickelt sich rasch zu einer zarten Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Waldbewohnern. Das Rehkitz, das seine Mutter sucht, und der Kobold, der sich plötzlich mit einem neuen Namen konfrontiert sieht: Morgel.
Gemeinsam entdecken sie die Magie des Waldes – nicht nur in den Pflanzen und Tieren, sondern auch in den Orten, die sich nur jenen zeigen, die mit offenem Herzen kommen. Die Wurzelhöhle, verborgen zwischen uralten Weißtannen, offenbart sich als ein Zufluchtsort voller Wärme, Gemeinschaft und Wunder. Hier leben Tiere und Pflanzen in friedlicher Koexistenz, beschützt von Zaubertannen und begleitet von einem sprechenden Specht, der mehr weiß, als er zugibt.
Die Geschichte entfaltet sich wie ein sanfter Zauber: humorvoll, herzerwärmend und voller kleiner Überraschungen. Sie erzählt von Vertrauen, vom Ankommen und vom Wunsch, Teil von etwas Größerem zu sein. Dabei bleibt stets ein Hauch von Geheimnis in der Luft – denn nicht alles wird sofort erklärt, und manches muss man selbst erspüren.
„Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich“ ist mehr als ein Märchen. Es ist eine Einladung, die Welt mit anderen Augen zu sehen – mit den Augen eines Kobolds, eines Rehkitzes und all jener, die glauben, dass Magie dort beginnt, wo Freundschaft wächst.


„Morgel und die Gemeinschaft am Komstkochsteich“ ist ein zauberhaftes Abenteuer, das direkt ins Herz des Thüringer Waldes entführt. Schon die erste Szene am nebligen Teichrand fesselt mit lebhaften Bildern und albernem Kobold-Chaos – man spürt förmlich das kühle Wasser und hört das fröhliche Gequake der Frösche. Die Begegnung zwischen dem tollpatschigen Waldkobold Munk Orgu-Telas und dem ausgelassenen Rehkitz sprüht vor Witz und lässt nicht nur Kinder vor Vergnügen kichern.
Die wahre Stärke dieses Buches liegt in seiner warmherzigen Botschaft: In der Gemeinschaft finden verschiedene Waldbewohner einander, helfen sich über Ängste und Einsamkeit hinweg und feiern die kleinen Wunder des Miteinanders. Jens K. Carl verwebt Humor und Magie mit einer sanften Moral, ohne je ins Kitschige zu verfallen. Mit seinen skurrilen Figuren und liebevollen, farbigen Illustrationen ist dieses Bilderbuch ein erfrischendes Leseerlebnis – absolut empfehlenswert für Jung und Alt!